Der Gründonnerstag wird von den Menschen oft als Gründonnerstag bezeichnet, obwohl es im Kirchenkalender keinen solchen Feiertag gibt. An diesem Tag wird der Ritus des Fußwaschens in Kirchen beim Bischofsgottesdienst durchgeführt. Tatsächlich ist es eine Reproduktion einer der hellsten Episoden des Evangeliums. Vor dem letzten Abendmahl musste sich Christus zusammen mit den Aposteln nach östlichem Brauch waschen, um sich an den Refektorientisch zu setzen. Diese Verantwortung wurde oft den Bediensteten übertragen. Diese Rolle wurde jedoch vom Herrn selbst gespielt, so dass der Erretter gemäß der Lehre Demut zeigte. Und er zeigte den Gläubigen ein Beispiel.
In Erinnerung an Jesus, der in der kirchlichen Tradition die Füße seiner Jünger wäscht, gibt es einen Ritus des Fußwaschens: Während des Gottesdienstes in Kathedralen wäscht der Bischof die Füße von 12 Priestern oder Mönchen. Es wird für die Gläubigen als wichtig angesehen, an diesem Tag Gemeinschaft zu haben und an einem Gottesdienst teilzunehmen, wobei vor allem auf die Reinheit ihrer Seelen und die spirituelle Vorbereitung auf Ostern geachtet wird und nicht auf die Hausarbeit.
Am Donnerstagabend findet ein besonderer Gottesdienst statt, bei dem 12 Passagen des Evangeliums gelesen werden, die dem Leiden Jesu gewidmet sind. Während des Gottesdienstes stehen die Gläubigen mit Kerzen in der Hand und tragen sie dann nach Hause. Es gab eine Tradition unter den Menschen, Kreuze mit dem Feuer dieser Kerzen an der Decke oder an den Ecken der Wohnung sowie in zu zeichnen Räumlichkeiten, in denen Vieh gehalten wurde. Auch in einigen Regionen Russlands war es traditionell üblich, spezielles Donnerstagssalz herzustellen. Dieses Salz wurde in der Kirche geweiht und auf den Ostertisch gelegt. Ebenfalls am Gründonnerstag beginnen sie, Kuchen zu backen und Eier für Ostern zu malen.