In der Gemeinde Hersheim am Berg (Rheinland-Pfalz) wurde durch eine allgemeine Abstimmung des Rates mit dem Zitat Hitlers 'Alles für das Vaterland' über den weiteren Betrieb der Glocke entschieden. Dies berichtet die deutsche Ressource TheLocal.de unter Bezugnahme auf die Nachrichtenagentur DPA. Die zweihundertvierzig Kilogramm schwere Glocke, die im Dritten Reich gegossen wurde, ist mit einer gotischen Inschrift und einem Hakenkreuz verziert. Die örtliche Gemeinde wandte sich an den Gemeinderat mit einem Vorschlag, ihn durch einen neuen zu ersetzen, der nicht an düstere Zeiten für Deutschland erinnern würde. Und dies geschah, nachdem der ehemalige Kirchenorganist seine Landsleute über den Inhalt der Inschriften und Bilder auf der Glocke aufgeklärt hatte, zu deren Klängen in der evangelischen Jakobskirche viele von ihnen Babys tauften und Ehen schlossen. Der Gemeinderat stimmte jedoch dafür, die Glocke als historischen Wert an Ort und Stelle zu lassen (es gibt eine entsprechende Expertenmeinung dazu) - und nur eine Erinnerung an die Ära, die Deutschland noch hatte. Vielleicht hätte eine Glocke mit einem Hakenkreuz und einer Erwähnung des Führers in einem örtlichen Museum viel besser ausgesehen als auf einem Glockenturm der Kirche. Um es zu zerlegen und dann ein neues zu werfen und aufzuhängen, werden ungefähr fünfzigtausend Euro benötigt - aber die Gemeinde hat nicht so viel Geld.
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