Metropolit Sergiy von Woronesch und Liskinsky, der an einem Treffen der Sektion 'Die Fürsorge der Kirche für psychisch Kranke' der XXVIII. Weihnachtslesungen teilnahm, bemerkte die Unzulässigkeit einer vereinfachten Interpretation von psychischen Erkrankungen als Bestrafung Gottes. Schließlich will der Herr kein Übel und keine Krankheit - erinnerte der Leiter der Arbeitsgruppe für die Seelsorge für psychisch Kranke.

Metropolit Sergius erinnerte mich an die Idee, dass spirituelles Leben für eine starke psychische Gesundheit unverzichtbar ist - eine übermäßige Vereinfachung. Schließlich kann eine Geisteskrankheit für einen Menschen genau der Zustand werden, der es ihm ermöglicht, Gott zu fühlen und zu akzeptieren Seine Liebe. Es ist naiv zu glauben, dass nur vollkommene Gesundheit es ermöglicht, Dinge zu tun, die Gott gefallen. Menschliche Krankheiten und Leiden sind auf mysteriöse Weise in den Erlösungsplan eingebunden, erinnerte der Erzpastor das Publikum - und drückte auch seine Befriedigung darüber aus, dass die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Medizin bei der Versorgung psychisch kranker Menschen von Jahr zu Jahr zunimmt.
Foto: Foma-Magazin; Zentrum 'Turtle'.