Nikolaus der Wundertäter ist der berühmteste christliche Heilige, der im 4. Jahrhundert lebte. Für sein gütiges Herz und seine Hilfe wurde er vom Herrn mit besonderen Gefälligkeiten belohnt. Der Heilige wurde berühmt für die zahlreichen Wunder, die auch nach seinem Tod vollbracht werden. Am 22. Mai erinnerten sich die Orthodoxen an die Übergabe der Reliquien von Nikolaus dem Wundertäter.
Nach seinem Tod wurde der Heilige in der Kathedrale der Stadt Myra in Lykien (heute türkische Demre) beigesetzt. Hunderttausende Christen eilten jahrhundertelang zu seinen Reliquien. Es war eines der größten Pilgerzentren. Aber nach 700 Jahren drohten die Türken, die Muslime waren, zu erobern. Kaufleute aus der italienischen Stadt Bari erreichten die lykische Welt, um die Reliquien des Heiligen vor einer möglichen Entweihung zu schützen.
Sie brachen eine Steinplattform über dem Grab des Heiligen Nikolaus des Wundertäters und dann den Deckel des Sarkophags. Und sie wurden entmutigt: Der Sarg war bis zum Rand mit friedlichem, duftendem Öl gefüllt, das aus den Überresten des Heiligen sickerte. Die Kaufleute leisteten einen kleinen Dienst und wurden erst danach zum Schiff gebracht und nach Bari gebracht, wo sie sich bis heute ausruhen.
Der heilige Nikolaus der Wundertäter wird in der russischen Kirche besonders leidenschaftlich gebetet. Die Sache ist, dass die Orthodoxen an seine Hilfe glauben. Nach einer langen Tradition hat jeder Heilige seine eigene 'Spezialisierung'. Jemand betet für das Geschenk der Kinder, jemand für die Heilung von Krankheit, jemand bittet einen bestimmten himmlischen Beschützer um Hilfe in einem neuen Geschäft. Nikolai Ugodnik hat jedoch keine bestimmte 'Richtung': Die Leute wenden sich aus irgendeinem Grund an ihn. Zum Beispiel wird dieser Heilige als Schutzpatron der Seeleute und Reisenden angesehen. Er wird auch um eine baldige Genesung gebeten.