Am zweiten Dienstag nach Ostern feiert die Kirche einen besonderen Feiertag - Radonitsa - den Tag der Erinnerung an die Toten. An diesem Tag ist es besonders wichtig, sich an die Lieben zu erinnern, die uns verlassen haben, und für sie zu beten. Am Tag von Radonitsa ist die Osterfeier noch nicht vorbei, und ein separater Tag, den die Kirche für das Gedenken an die Toten festlegt, fordert uns alle auf, nicht in traurige Erfahrungen über den Tod geliebter Menschen einzutauchen diejenigen, aber im Gegenteil, sich über ihre Geburt in einem anderen Leben zu freuen - dem ewigen Leben.
Das Gebet ist ein Aufruf an Gott, die Mutter Gottes, Engel und Heilige. Das Gebet ist unser Gespräch mit ihnen und vor allem mit Gott - wie mit dem Schöpfer von allem, einschließlich des Menschen. Wenn wir beten, tritt unsere Spiritualität, nämlich unsere Seele und unser Geist, in einen unverständlichen, aber dennoch direkten Kontakt mit Gott und der ganzen jenseitigen mysteriösen Welt. Die zweitausendjährige Erfahrung der Kirche zeigt, dass das Schicksal eines Menschen vor dem Jüngsten Gericht keine Selbstverständlichkeit ist, und das Gebet der Lebenden, ein Gebet voller inbrünstiger und aufrichtiger Liebe, kann dieses Schicksal ändern.
Andererseits erhalten wir gerade von dort, von den Heiligen, Gebetshilfe, gerade weil eine spirituelle Verbindung zwischen Lebenden und Toten möglich ist. Unsere Verstorbenen sind auch geistig in der Lage, uns Signale zu geben und uns zu retten.